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Radiologische Praxisgemeinschaft Augustenstraße 119 Tel: +49 (0) 89 - 54 24 00 Fax: +49 (0) 89 - 54 24 0 - 303 E-Mail: info@roentgenpraxis.de Sprechstunde: Montag - Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr auch abends nach 18 Uhr und an Wochenenden möglich |
| Artikel aus Intermezzo 9/2000 | |
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Krebs! Jeden Tag rafft die bösartigste aller Krankheiten allein in Deutschland (statistisch gesehen) fast 600 Menschen dahin. Alle zweieinhalb Minuten stirbt einer den Krebstod, insgesamt sind das über 218 000 Todesfälle pro Jahr! Der Grund: Tumore entwickeln sich meist unbemerkt. Wenn aber die ersten Symptome auftreten, ist es oft schon zu spät für eine Heilung. Deshalb ist Vorsorge so wichtig. Doch gerade hier liegt noch vieles im Argen. "Unsere bisherige Früherkennung ist nicht sehr effektiv", sagte sogar der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Prof. Lothar Weißbach (59), auf dem Deutschen Krebskongress im März in Berlin. Aber: Eine revolutionäre Neuheit bei der Diagnose
Die neue Untersuchung ist absolut schmerzlos und ungefährlich. Die ohnehin
sehr geringe radioaktive Strahlung zerfällt und ist schon nach 12 Stunden nicht
mehr nachweisbar. Die Zuckerlösung wird über die Nieren ausgeschieden.
PET-Experte Dörflinger: "Meist werden nur bestimmte Teilbereiche wie Gehim,
Lunge oder Bauch untersucht. Mit PET können wir aber auch den gesamten Mensch vom
Scheitel bis zur Sohle durchchecken. Dieses GanzkörperPET dauert dann 90
Minuten." In den USA gehört PET für viele sogar schon zur jährlichen
Routineuntersuchung. Diese Vorsorge-Möglichkeit ist in Deutschland jetzt absolut
neu, weil die Geräte in den Unikliniken bisher nur für Forschung und Auch Kaufmann Günter Drescher (58) aus München hat das Ganzkörper-PET schon hinter sich: "Wenn Krebs Symptome verursacht, ist es ja meist schon zu spät. Deshalb gehe ich lieber zur Vorsorge und will dabei von den modernsten Methoden profitieren. Bei mir hat der Arzt auch mit PET nichts gefunden. Das gibt mir Sicherheit. Diese Untersuchung mache ich jetzt jedes Jahr." Leider ist PET noch teuer. Die Kosten für eine komplette Vorsorge-Untersuchung
von gut 2500 Mark (inklusive radioaktiver Traubenzuckerlösung) werden
von den gesetzlichen Kassen bisher nicht bezahlt. Allein
diese radioaktive Traubenzuckerlösung, die im Uniklinikum hergestellt wird,
kostet bereits rund 1 000 Mark. Die gesetzlichen Kassen zahlen jedoch bei
Krebspatienten und in ärztlich begründeten Fällen auf Antrag. Doch auch Krebspatienten mit fortgeschrittenem Tumor profitieren von der neuen
Methode. "PET ist die einzige Technik, die befallene Lymphknoten und
Metastasen im ganzen Körper aufsparen kann", sagt Dr. Dörflinger. "Wir
könnenauch überprüfen, ob eine Krebstherapie Erfolg hat und wie der Tumor
darauf anspricht. Und schließlich lässt sich bei Nachkontrollen frühzeitig
feststellen, ob ein behandelter oder operierter Krebs erneut auftritt oder
nachwächst." Neue Möglichkeiten eröffnet die PET-Technik auch bei anderen
Krankheiten: Gut eignet sich eine PET-UNtersuchung auch bei bestimmten Krankheiten des Gehirns. Bei einem Drittel der Epilepsie-Patienten, deren Leiden mit Medikamenten nur ungenügend eingestellt werden kann, findet sich in der kernspintomographischen Untersuchung kein Hinweis für die Ursache. Hier zeigt die PETUntersuchung bei 60-90 % der Fälle einen Herd, der als Ursprungsort des Epilepsieleidens angesehen werden kann. Außerdem liefert die PET vor einer Hirn-Operation wertvolle Hinweise über die Lage des Herdes und des Sprachzentrums im Gehirn.
Beinahe unverzichtbar ist PET bei der Diagnose von Alzheimer. Denn mit einer PET-UNtersuchung gelingt in 85 % die Unterscheidung zwischen einer Alzheimerschen Krankheit und anderen Erkrankungen, die sich wie eine Demenz äußern können. Damit werden weitere (kosten-)aufwendige Untersuchungen überflüssig. Dr. Dörflinger berichtete von einem älteren Patienten, dessen Arzt nach einer herkömmlichen neurologischen Untersuchung Alzheimer diagnostiziert hatte. Der psychisch verwirrte Patient sollte bereits in ein Pflegeheim eingewiesen werden, da Alzheimer nicht heilbar ist. Eine Angehörige veranlasste trotzdem noch eine moderne PET-Untersuchung. Ergebnis: Der Patient litt nicht an Alzheimer, sondern unter einer Psychose. Er kam in psychiatrische Behandlung, die gut anschlug. Heute kann sich der Patient sogar wieder selbst versorgen. PET hat ihn vor dem Pflegeheim gerettet. Schließlich können mit einer PET-Untersuchung auch alle Entzündungsherde unbekannten Ursprungs gefunden werden, wie z. B. die Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulzerosa. Bei Rundherden in der Lunge zeigt PET beispielsweise, ob ein Tumor oder vielleicht nur eine Lungenentzündung vorliegt. Das erspart diagnostische Eingriffe zur Gewebsentnahme. Viele dieser Spezialuntersuchungen werden auf Antrag auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Dr. Dörflinger: "Zur Zeit gibt es keinen genaueren Suchtest nach Tumoren als durch PET. Vielen Patienten kann eine schonende PET-Untersuchung unnötige Operationen sowie schmerzhafte und risikoreiche Eingriffe ersparen."
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Hauptmenü
| Vorwort Dr. Dörflinger | PET/Nuklearmedizin
| Computertomographie | Kernspintomographie
| Mammographie (C) 2001 Radiologische
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