Radiologische Praxisgemeinschaft
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Die konventionelle Endoskopie-Methode:
Bereits seit 1870 ist es möglich mit einem speziellen Gerät, dem Endoskop, in Hohlorgane des menschlichen Körpers zu blicken. Lange Zeit waren aber die diagnostischen Möglichkeiten beschränkt, da die Endoskope lediglich aus einem starren Metallrohr bestanden. Heutige Endoskope sind wesentlich dünner und: Sie sind biegsam. Erst die Erfindung dieser biegsamen Endoskope machte eine Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) überhaupt möglich.

Bei der konventionellen Darmspiegelung muss das Endoskop sehr weit in das Darminnere eingeführt werden, um eine Diagnose stellen zu können. Für Patienten erscheint diese Prozedur meist langwierig und sehr unangenehm. In den meisten Fällen sind sogar stark beruhigende Medikamente nötig.

Was ist eine virtuelle Koloskopie?

Die virtuelle Koloskopie simuliert mit bildgebenden Verfahren und Computern die unangenehme konventionelle Darmspiegelung. So müssen keine Instrumente in den Körper eingebracht werden. Die Bilder des Organinneren werden nicht durch direkte Beobachtung mit dem Endoskop gewonnen, sondern durch Computerprogramme berechnet (Virtual Reality).

Für eine virtuelle Koloskopie benötigt man detailreiche zweidimensionale Bilder. Das Bildmaterial wird entweder mit einem Ultraschnellen-Spiral-Computertomografen oder einem sehr schnellen, hochauflösenden Kernspintomografen aufgenommen. Ein spezielles computergestütztes Verfahren, das 3D-Volume-Rendering, wandelt das Rohmaterial in dreidimensionale Bilddaten um. Das Ergebnis: Völlig neue Einblicke in das Darminnere mit höchster Aussagekraft. Der gesamte Dickdarm liegt als dreidimensionales Bildmaterial vor. Der Arzt kann sich so via Monitor auf eine simulierte Fahrt direkt durch den Dickdarm begeben.

Wann wird eine virtuelle Koloskopie angewendet?

Das Risiko an einer bösartigen Erkrankung des Dickdarms zu erkranken steigt immens, wenn bereits Polypen im Dickdarm bestehen. In klinischen Studien konnten 96 Prozent aller Kolonpolypen mit einer Größe von mehr als zehn Millimetern durch eine virtuelle Koloskopie nachgewiesen werden.

Früherkennung von Darmkrebs
Kontrolluntersuchung erblicher
Darmerkrankungen Diagnostik entzündlicher 
     Darmerkrankungen
Diagnostik von Darmgeschwüren
Planung von Darmeingriffen
Kontrolluntersuchungen nach Darmeingriffen

Welche Vorbereitungen sind nötig?

Bevor die virtuelle Darmspiegelung durchgeführt werden kann, muss am Tage vor dem Untersuchungstermin eine Darmreinigung erfolgen. Essensreste und Stuhlansammlungen im Inneren des Darms können zu einer Minderung der diagnostischen Aussagekraft führen. Die Darmreinigung kann von Ihnen selbst zu Hause mit einer Trinklösung am Tage vor der Untersuchung problemlos durchgeführt werden. Für dieses gut verträgliche Medikament zur Darmreinigung erhalten Sie entweder von uns oder Ihrem Hausarzt ein Rezept. Insgesamt müssen Sie etwa 1,5 Liter dieser Lösung innerhalb von 12 Stunden trinken. Beachten Sie dazu bitte die verschiedenen Zeitpläne auf dem Beipackzettel für Untersuchungen am Vormittag oder am Nachmittag. 24 Stunden vor Ihrem Termin sollten Sie nur noch leichte Kost oder klare Flüssigkeiten zu sich nehmen. In der Praxis wird dann noch kurz vor der virtuellen Koloskopie der Darm mit Kohlendioxyd-Gas gefüllt. Dies ist notwendig, um die Darmwände bei der Untersuchung zu entfalten.

Wie geht die Untersuchung vor sich?

Die eigentliche Untersuchung findet dann entweder in einem Ultraschnellen-Spiral-Computertomografen (UCT) oder in einem speziellen Kernspintomografen statt. Die Aufenthaltsdauer im Untersuchungsgerät beträgt bei der UCT ungefähr 15 Minuten, wobei aber nur für 20 Sekunden Röntgenstrahlen angewandt werden. Die Untersuchungszeit im Kernspintomografen beträgt ungefähr 30 min. Bei beiden Verfahren werden die Bilddaten in der sogenannten „Atemanhaltetechnik“ aufgenommen. Während der entscheidenden Untersuchungsphase muss der Patient deswegen kurz den Atem anhalten.

So sparen Sie sich Zeit und lästige Lauferei: per Teleradiologie und Datenspeicherung auf CD-ROM oder Video.

Wir bieten Ihnen die Vorteile der sogenannten Teleradiologie („tele“ : „fern“). Mit dieser modernen Technologie können wir Ihre Diagnose-Bilder, die bei uns angefertigt wurden, auf einem speziellen Computer in unserer Praxis - dem sogenannten Server - elektronisch speichern. Ihr behandelnder Arzt greift nun von seinem Computer aus auf unseren Server zu und holt Ihre Bilder in Sekunden auf den Computerbildschirm in seiner Praxis. Selbstverständlich ist für ein strenges Sicherheitssystem gesorgt, so dass Ihre Daten ausschließlich von Ihrem Arzt eingesehen werden können. Alle Untersuchungen können Sie auf Wunsch auch auf CD-ROM oder Video erhalten.

Video zur Virtuellen KoloskopieKlicken Sie hier und schauen Sie sich ein Beispiel für ein solches Video an, welches die Ergebnisse der Koloskopie zeigt.

Laden Sie dazu auch die Informationen zum Aufklärungsgespräch auf Ihren Rechner: Downloads.


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