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Was ist eine Koronarangiografie?
Der Begriff Koronarangiografie setzt sich aus den Worten Koronarien (= Herzkranzarterien) und Angiografie (= Gefäßdarstellung) zusammen. Es handelt sich bei dieser Untersuchung also um ein Bild gebendes Verfahren, das mit Hilfe von Kontrastmittel den Innenraum der Herzkranzgefäße sichtbar macht. Früher wurde die Koronarangiografie meist im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung durchgeführt - eine eingreifende und nicht ganz risikolose Methode, die für den Patienten sehr belastend sein konnte.
Wie unterscheidet sich die virtuelle von der konventionellen Koronoarangiografie?
Heute können wir Ihnen die unangenehme Herzkatheteruntersuchung ersparen und statt dessen Ihre Herzkranzgefäße virtuell am Computermonitor untersuchen. Dazu bilden wir Ihr Herz zusammen mit den Koronargefäßen im UCT, einem ultraschnellen
Computertomografen, ab. Dieses Gerät arbeitet mit großer Geschwindigkeit und stellt feinste, zweidimensionale Schnittbilder von Organen und anderen Gewebestrukturen des Körpers her. Die gewonnen Bilddaten speisen wir dann in einen Hochleistungsrechner ein, der sie zu dreidimensionalen, farbigen Abbildungen Ihres Herzens verarbeitet. Diese sehr plastischen 3D-Abbildungen ermöglichen uns, den Verlauf der Koronarien exakt zu beurteilen und selbst kleinste Veränderungen zu entdecken. Per "virtueller Gefäßnavigation" am Bildschirm können wir sogar direkt in die Herzkranzgefäße hinein schauen, ihre Beschaffenheit im Inneren prüfen und genau feststellen, ob diese für die Herzmuskeldurchblutung so wichtigen Gefäße einwandfrei funktionieren.

Wann ist eine virtuelle Koronarangiografie nötig?
Sie eignet sich als Vorsorgeuntersuchung, um eine Verengung der so wichtigen Herzkranzgefässe frühzeitig zu erkennen und um das persönliche Infarktrisiko abzuschätzen.
Mit der Methode ist es auch möglich, die Ursache von Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und Leistungsabfall zu klären, wenn z.B. nach einem Belastungs-EKG die Ursache in einer Durchblutungsstörung der Herzkranzgefässe vermutet wird.
Sie eignet sich aber auch zur Nachuntersuchung von Patienten, die an einer koronaren Herzkrankheit erkrankt waren und sich einem Eingriff unterziehen mussten, etwa einer Bypassoperation, um die Durchgängigkeit der Gefässe zu kontrollieren |
Kalkmessung mit virtueller Koronar-angiografie
Die Diagnostik mit dem ultraschnellen Spezial-CT eignet sich jedoch auch sehr gut zur Früherkennung, indem sie Kalkplaques in den nur drei Millimeter dicken Koronararterien aufspürt. Diese winzigen Kalkablagerungen in den Blutbahnen, die das Herz versorgen, sind nämlich meistens die Ursache für die Koronare Herzkrankheit - eine der verbreitesten Krankheiten unser westlichen Welt. Dieses Leiden geht mit Engefühl in der Brust, Schmerzen, Luftnot sowie verschiedenen anderen, mehr oder weniger ausgeprägten Beschwerden einher. Es kann unbehandelt zur Herzschwäche oder gar zum Herzinfarkt führen. Die neue Technik der ultraschnellen Spiral-Computertomografie
(UCT) ermöglicht uns nun, das Risiko für diese gefährlichen Krankheiten besser zu kalkulieren und rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Das spezielle Röntgengerät macht schon geringste Kalkablagerungen von wenigen Millimetern in den Herzkranzgefäßen sichtbar. Und es spürt sogar Plaques auf, die noch gar nicht verkalkt sind und sich dadurch jeder herkömmlichen Erkennungsmethode entziehen.

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Wie werden virtuelle Koronoarangiografie und Kalkmessung durchgeführt?
Für die Untersuchung begeben Sie sich in einen Ultraschnellen-Spiral- Computertomografen
(UCT). Die Aufenthaltsdauer im Untersuchungsgerät beträgt ungefähr 15 Minuten, wobei aber nur für ca. 15 Sekunden Röntgenstrahlen ausgesandt werden. Zusätzlich wird ein EKG aufgezeichnet und bei der Koronarangiografie Kontrastmittel in eine Armvene gegeben. Die Bilder nehmen wir in der so genannten "Atemanhaltetechnik" auf, damit keine Verzerrungen durch die Atembewegungen entstehen. Für Sie heißt das, während der entscheidenden Untersuchungsphase im Gerät kurz die Luft anzuhalten. Nachdem wir alle Bilddaten gewonnen haben, können wir zum einen Ihr Herz mit dem gesamten Gefäßverlauf auf dem Computerbildschirm darstellen, zum anderen anhand eines speziellen Computerprogramms Ihren so genannten Kalkscore berechnen. Dieser Wert zeigt an, ob Ihre Herzkranzgefäße noch gesund und elastisch oder schon durch Arteriosklerose krankhaft verändert sind. Studien haben gezeigt, dass die Ermittlung des Kalkscores eine viel genauere Risikoeinschätzung ermöglicht als beispielsweise das Cholesterin im Blut und wir Ihnen viel früher therapeutische Empfehlungen zur Vorbeugung von chronischen Herzkreislaufkrankheiten geben können.
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